1960 | Mercedes-Benz 190 SL
1960 Mercedes-Benz 190 SL · hellblau · 90.000 km · Manual · No reserve
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## Verkauf per Auktion Dieses Fahrzeug wird als Lot 080 bei der Auktion Sammlung Sonderklasse von Humer Granner & Co verkauft. - Rufpreis: 30.000 EUR - Ohne Limit - Auktion: 7-11-2026 14:00 - Besichtigung: 5-11-2026 bis 7-11-2026 - Ort: Gewerbeparkstraße 17, 4101 Feldkirchen an der Donau - Gebotsoptionen: In person | Online live | Telephone | Written bid ## Fahrzeugdaten - Fahrgestellnummer: 121.040-10-018034 - Kraftstoff: Petrol - Farbe: 334 hellblau - Laufleistung: 90000 km - Getriebe: Manual - Weitere Bilder und Details: https://hg.auction/lots/1960-mercedes-benz-190-sl/ ## Zur Baureihe W 121 B II Die Idee zum 190 SL kam von einem gebürtigen Wiener, dem späteren New Yorker Mercedes Importeur, Max Hoffman. Der drängte den Vorstand in Stuttgart dazu, endlich das – vorsichtig ausgedrückt – etwas konservative Modellprogramm ein wenig aufzufrischen. Konkret dachte er dabei an eine Straßenversion des Rennwagens 300 SL und dazu als Ergänzung ein schickes Boulevard-Cabriolet mit profaner Technik. Und tatsächlich standen zwei solche Prototypen nebeneinander auf der New Yorker Automesse im Februar 1954. In nur wenigen Monaten war der 190 SL gezeichnet und entwickelt worden, auf Basis der soliden Mechanik aus den Baureihen W 120 und W 121. Der Vierzylinder-Motor war eine Neuentwicklung, allerdings nicht exklusiv für den neuen Sportwagen. Auch in die Limousine sollte er wenig später Einzug halten. Mit zwei Solex-Doppelvergasern kitzelte man aus dem 1,9-Liter-Motor für den 190 SL ganze 105 PS an Leistung. Die waren damals allemal ausreichend, um das Gros aller anderen Verkehrsteilnehmer hinter sich zu lassen, so richtig schnell waren sie aber dann doch nicht. In den Verkaufsprospekten war deshalb vom »Touren-Sportwagen« die Rede. Wohl lehnte man sich optisch stark am 300 SL, sonst hatte der 190 SL mit dem hauseigenen Supersportwagen herzlich wenig gemein. So fand sich unter der schicken Außenhülle kein Gitterrohrrahmen wie beim 300 SL, sondern eine gekürzte Bodengruppe einer Limousine. Zur Präsentation in New York war der 300 SL bereits weiter gediehen als der 190 SL. Es dauerte noch ein Jahr, bis der Prototyp zur Serienreife entwickelt war. Den finalen Entwurf zeigte man schließlich am Genfer Automobilsalon im Frühjahr 1955. Zwei Monate später lief die Produktion in Sindelfingen an. Einige Prototypen entstanden mit Sechszylinder-Motoren, eine Serienfertigung scheiterte jedoch an den prognostizierten Produktionskosten und am Veto des Vorstands. Es gab den 190 SL letztlich in drei Auslieferungsvarianten: als Roadster mit Stoffverdeck, als Coupé mit Hardtopaufsatz und als Coupé mit Hardtopaufsatz und Stoffverdeck. Im Prospekt fand sich auch eine Sport-Version, im Gewicht abgespeckt durch eine kleinere Windschutzscheibe, fensterlose Türen aus Aluminium und durch den Verzicht auf Stoßstangen. Damit wollte Mercedes die Fahrleistungen verbessern und den 190 SL attraktiv für Privatfahrer machen. Bei nur 17 gebauten Exemplaren war das Unterfangen von überschaubarem Erfolg. Anders bei den Serienversionen. Max Hoffman sollte letztlich recht behalten, der 190 SL wurde genauso wie der 300 SL ein ungeahnter Erfolg. Vor allem in Hoffmans neuer Heimat in Übersee, wohin die meisten ausgeliefert wurden. Und wo sie im Vergleich zu Deutschland zu einem günstigeren Preis angeboten wurden. Fast 26.000 Exemplare entstanden bis 1963. Gemeinsam ließ Mercedes den 190 SL und den 300 SL – mittlerweile in Roadster-Form – auslaufen und ersetzte beide mit einem Auto, dem 230 SL.

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