1979 | Mercedes-Benz 450 SEL 6,9
1979 Mercedes-Benz 450 SEL 6.9. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 35.000 € - 45.000 €.
1979 Mercedes-Benz 450 SEL 6.9. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 35.000 € - 45.000 €.
1979 Mercedes-Benz 450 SEL 6.9. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 35.000 € - 45.000 €.
1979 Mercedes-Benz 450 SEL 6.9. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 35.000 € - 45.000 €.
Österreichische AuslieferungHöchst attraktive FarbkombinationUmfangreiche SonderausstattungenOriginale 101.000 KilometerBis 2001 in Erstbesitz
Die neue S-Klasse sollte zu Beginn der 1970er Jahre der letzte große Wurf von Friedrich Geiger werden. Ganz oben im Lastenheft standen passive Sicherheit und größtmöglicher Komfort. Was Ersteres betraf, hatte man mit Béla Barényi den Großmeister im Hause. Keiner beherrschte die Kunst der Knautschzone und Kaltverformung wie der gebürtige Österreicher ungarischen Ursprungs.Stilistisch gaben die 1971 präsentierten SL und SLC die Richtung vor, auch unter der Haube schöpfte man aus der bekannten Motorenpalette. Das Ergebnis war revolutionär, so sehr, dass erstmals ein Oberklasse-Wagen zum „Auto des Jahres“ geadelt wurde – bis heute zum einzigen Mal.
Im Mai 1975 präsentierte man schließlich die ultimative S-Klasse, oder wie „auto, motor und sport“ es sagte: das beste Auto der Welt. Man hatte die Urgewalt von einem Motor, den M 100 aus dem 600 und 300 SEL 6.3, einer radikalen Kur unterzogen und in die neue S-Klasse gepflanzt. Eigentlich hatte man den 6.9 schon 1973 zur Serienreife entwickelt, aufgrund der Ölkrise wartete man in Stuttgart aber lieber noch knappe zwei Jahre zu. Eine Bosch K-Jetronic, Trockensumpfschmierung und ein auf 6.834 ccm vergrößerter Hubraum sorgten für Unbehagen und Schweißausbrüche sogar bei den sportlichsten aller Konkurrenten. 286 PS und ein Drehmoment von maximal 550 und nie weniger als 490 Nm bedeuteten weit über 200 Spitze. Und das ganz unscheinbar, denn nur am Schriftzug 6.9 und an den breiteren Reifen erkannten die Kenner den Autobahnkönig.
Anstelle der kapriziösen Luftfederung sorgte eine Hydropneumatik mit automatischer Niveauregulierung für die entsprechende Straßenlage. Citroën lässt grüßen. An Extras gab es nichts, was es nicht gab, womit man den Preis in schwindelerregende Höhen treiben konnte. Die 100.000 Mark ließen sich locker knacken, kostete doch die Basis mit knapp DM 70.000 schon das Doppelte des nächstbesten Modells. 7.380 Kunden leisteten sich den Über-Benz in den gut fünf Jahren, bis die nächste S-Klasse ihn verabschiedete.
Der 6.9 war eine Demonstration. Man zeigte der Welt, was technisch möglich war, wenn man nur wollte und vor allem auch konnte. Ohne Konkurrenz war er damals schon eine Legende, oder einfach doch nur das beste Auto der Welt.
Dieser dunkelblaue (904) 450 SEL 6.9 wurde im April 1979 nach Tirol ausgeliefert. Zur Serienausstattung kam eine lange Liste an Extras: eine elektrische Fondsitzverstellung (223), der Wegfall der Typenkennzeichnung am Heck (260, 261), eine Antenne für ein Autotelefon am linken hinteren Kotflügel (335), ein elektrisches Schiebedach (410), Kopfstützen im Fond (435), ein Antiblockiersystem (470), ein rechter Außenspiegel (502), ein Becker Grand Prix Radio (511), eine Klimatisierungs-Automatic (581), Aluminium-Scheibenräder (640), ein Feuerlöscher (682), eine Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer (870, 871) und eine Leseleuchte im Fond (877).
Interessant ist der Ausstattungscode 998 auf der originalen Datenkarte. Der bezieht sich nämlich auf eine Tauschkarosserie. Damit wäre wohl erklärt, warum für den Mercedes 1985 eine Zweitschrift der Papiere ausgestellt wurde. Offenbar ließ sich sein Besitzer nach einem Malheur einen neuen 6.9er aufbauen. Dass er an seinem Über-Mercedes hing, zeigt sich auch daran, dass er ihn bis 2001 behielt. Anschließend folgten noch zwei Tiroler Halter, ehe er 2014 abgemeldet wurde. Insgesamt ist dieses Wunderwerk der Technik erst 101.000 Kilometer gelaufen und befindet sich nun bereits länger in der Sammlung eines Kenners. Der erkannte auf den ersten Blick, dass dieser 6.9 in mehrerlei Hinsicht kein durchschnittlicher war.
Chassis: 116.036-12-006103
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: Österreichische Einzelgenehmigung (1985) Originales Wartungsheft
Schätzwert / Estimate: € 35.000 – 45.000
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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