1947 | Lincoln Continental V12
1947 Lincoln Convertible. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 20.000 € - 30.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Eines der luxuriösesten Fahrzeuge seiner ZeitDer letzte amerikanische Serien-ZwölfzylinderTraumhaft schöne FarbkombinationSehr unberührter Zustand
John Tjaarda, ein aus Holland ausgewanderter Industriedesigner, war Anfang der 1930er seiner Zeit voraus. Automobile sollten stromlinienförmig sein, mit selbsttragender Karosserie und dem Motor am besten gleich im Heck haben. Im Dienste der »Briggs Manufacturing Company« entstand daraus für Ford eine futuristische Studie, die 1934 auf der »A Century of Progress International Exposition« in Chicago gezeigt wurde. Einer, der darin mehr als eine Fingerübung erkannte, war Edsel Ford. Henry Fords Sohn hatte ohnehin ein ausgeprägtes Faible für gutes Design und sah in Tjaardas Ideen die Grundlage für einen moderneren Lincoln.
Ganz so radikal wollte man es in Dearborn dann doch nicht treiben. Der Motor wanderte wieder nach vorne, aus dem V8 wurde ein V12 und Eugene T. »Bob« Gregorie entwickelte Tjaardas Grundidee gemeinsam mit Edsel Ford weiter. Das Ergebnis hieß 1936 Lincoln-Zephyr und sah mit seiner Stromlinienform nicht nur anders aus als die meisten amerikanischen Automobile, sondern verkaufte sich auch entsprechend gut. Zwei Jahre später verpassten Gregorie und Ford dem Zephyr eine noch elegantere Front. Und auf dessen Basis entstand schließlich auch der Continental, Edsel Fords automobile Vorstellung von europäischer Eleganz auf amerikanische Art.
Dann kam der Krieg und mit ihm 1942 das vorläufige Ende. Als Lincoln 1946 wieder Personenwagen bauen konnte, waren neue Modelle noch Zukunftsmusik. Also holte man die Vorkriegskonstruktionen zurück. Der Name Zephyr verschwand, das Auto darunter blieb und hieß fortan schlicht Lincoln. Intern hörte die Baureihe weiterhin auf den Buchstaben H.
Für 1947 bekam die H-Series noch einmal mehr Chrom und eine mächtigere Front. Unter der langen Haube arbeitete weiterhin der seitengesteuerte V12, nun mit 305 cubic inches, also ziemlich genau fünf Litern Hubraum. Seine rund 130 PS mussten reichlich Automobil bewegen. Eilig hatte es ein solcher Lincoln ohnehin nicht. Er war kein Sportwagen, sondern ein amerikanischer Luxusliner – lang, elegant und mit zwölf Zylindern standesgemäß motorisiert.
Gerade der 1947er Lincoln sitzt damit faszinierend zwischen den Zeiten. Seine Wurzeln reichen zurück zu Tjaardas futuristischen Entwürfen, seine Form entstand unter dem Einfluss Edsel Fords, doch gebaut wurde er für ein Amerika, das nach dem Krieg längst nach vorne blickte. 1948 war Schluss. Mit der völlig neuen Generation für 1949 verschwanden die alten Formen – und auch der V12, der letzte amerikanische Zwölfzylinder in einem Serienwagen.
Dieses Lincoln Convertible von 1947 in »Moss Green« lässt heute noch erahnen, was Lincolns Werbeslogan in jenen Jahren versprach: „Nothing could be finer“. Das gilt für dieses Exemplar umso mehr, weil es bis zum heutigen Tag in sehr unberührtem Zustand überlebt hat und sich damit so zeigt, wie Lincoln es erdacht hatte. 2013 kam es nach Österreich, davor war es seit 2000 bei einer Besitzerin in Indiana gewesen. Das letzte Jahrzehnt verbrachte das beeindruckende Cabriolet abgestellt in einer Sammlung und wartet darauf, behutsam wieder auf die Straße gebracht zu werden. Laufen die zwölf Zylinder erst wieder, kann der Lincoln unter Beweis stellen, dass der Slogan von einst ganz und gar kein leeres Versprechen war.
Chassis: 7H159982
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: US-Title + Zollpapiere (2013)
Schätzwert / Estimate: € 20.000 – 30.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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