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1974 | Ford Escort RS 2000

140 PS. Eine Meisterschaft. Und eine Geschichte, die kein Nachbau erzählen kann.
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Endet um:
29.11.2026, 19:45:00 MEZ
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Beschreibung

1974 Ford Escort RS2000 Mk1

Highlights

  • Ford Escort RS2000 Mk1, Baujahr 1974
  • Historisches Wettbewerbsfahrzeug des portugiesischen Rallye-Meisters Giovanni Salvi
  • Portugiesischer Rallye-Gesamtmeister 1977 – ohne einen einzigen Gesamtsieg in der Meisterschaftssaison
  • Rallye Portugal 1977: 8. Gesamtrang und Sieg in der Gruppe 1
  • Volta ao Algarve 1977: 2. Gesamtrang
  • Historisches portugiesisches Kennzeichen CR-47-41
  • Zeitgenössische Rennhistorie durch Ergebnisse und Interviews mit Giovanni Salvi dokumentiert
  • Historischer Gruppe-1-Escort mit laut Fahrer rund 135–140 PS im Meisterschaftsjahr
  • Heute mit Ford-OHC-Vierzylindermotor und Doppelvergaseranlage ausgestattet
  • Umfangreich restauriert mit Rennsportfahrwerk, Überrollkäfig, Schalensitzen und modernisierter Bremsanlage
  • Verbindung zur historischen Ausstellung des Museu do Rali in Fafe
  • Fahrgestellnummer BFATPS70257

Die Geschichte – Als 140 PS genügten, um ganz Portugal zu schlagen

Stellen Sie sich vor, Sie stehen 1977 am Start einer Rallye. Vor Ihnen Porsche 911, leistungsstarke Opel und eigens für den Wettbewerb entwickelte Rallyemaschinen. Die Konkurrenz verfügt teilweise über rund 200 PS.

Sie selbst sitzen in einem Ford Escort RS2000 mit ungefähr 140 PS.

Und am Ende des Jahres sind Sie portugiesischer Rallye-Meister.

Klingt unwahrscheinlich? Genau das gelang Giovanni Salvi 1977.

Es war eine Zeit, in der Rallyefahrer nicht auf Bildschirme blickten, sondern auf die Straße. In der ein Beifahrer mit Papier und Stoppuhr arbeitete, während der Fahrer versuchte, ein Auto auf Schotter, Asphalt und gelegentlich auf allem dazwischen am Leben zu halten.

Salvis Waffe war ein Ford Escort RS2000 Mk1. Kein überzüchteter Gruppe-4-Prototyp, kein technisches Wunderwerk mit astronomischer Leistung. Sondern ein weitgehend seriennahes Gruppe-1-Fahrzeug, das etwas besaß, was sich nicht in PS messen lässt: Balance, Zuverlässigkeit und einen außergewöhnlichen Fahrer am Steuer.

Das Ergebnis war die portugiesische Rallye-Meisterschaft 1977.

Der hier angebotene Ford Escort RS2000 Mk1 aus dem Jahr 1974 wird als das originale Wettbewerbsfahrzeug von Giovanni Salvi angeboten und trägt das historische Kennzeichen CR-47-41, das sich in dokumentierten Rallyeergebnissen seiner Karriere wiederfindet.

Giovanni Salvi – Der Meister ohne Gesamtsieg

Das vielleicht Erstaunlichste an Giovanni Salvis Meisterschaft von 1977 ist nicht, dass er sie gewann.

Sondern wie.

In einem Fahrerporträt der portugiesischen Motorsportzeitschrift AutoSport aus dem Jahr 2024 erinnert sich Salvi daran, dass sein Escort nur etwa 135 bis 140 PS leistete. Die Konkurrenz verfügte teilweise über rund 200 PS.

Seine Antwort auf diesen Leistungsnachteil war nicht mehr Motorleistung, sondern Konstanz.

Salvi gewann die portugiesische Gesamtmeisterschaft 1977, ohne in dieser Saison einen einzigen Rallye-Gesamtsieg zu erzielen. Stattdessen sammelte er mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit Spitzenplatzierungen.

Gemeinsam mit seinem Beifahrer Pedro de Almeida entwickelte er den Escort zu einem der erfolgreichsten Fahrzeuge seiner Klasse.

Das Auto wurde von Alfredo Tomás vorbereitet. In einem ausführlichen Interview mit AutoSport bezeichnete Salvi seinen Escort rückblickend sogar als das beste Auto der Welt.

Nicht, weil er der schnellste gewesen wäre.

Sondern weil er funktionierte.

Salvi erinnerte sich besonders an das ausgewogene Fahrverhalten und daran, wie zuverlässig der Escort selbst unter den schwierigen Bedingungen des damaligen Rallyesports war.

Rallye Portugal 1977 – Ein Gruppe-1-Escort gegen die Weltelite

Vom 1. bis 6. März 1977 wurde die Rallye Portugal ausgetragen. Sie gehörte zur Rallye-Weltmeisterschaft und war eine jener Veranstaltungen, bei denen nicht allein Geschwindigkeit über Erfolg oder Misserfolg entschied.

46 Wertungsprüfungen mit insgesamt rund 580 Kilometern lagen vor den Teilnehmern. Von 117 gemeldeten Fahrzeugen erreichten lediglich 27 das Ziel.

An der Spitze kämpften Namen, die heute zur Motorsportgeschichte gehören: Markku Alén, Björn Waldegård, Ove Andersson und andere internationale Spitzenfahrer.

Den Gesamtsieg holte Markku Alén auf Fiat 131 Abarth.

Giovanni Salvi und Pedro de Almeida erreichten im Ford Escort RS2000 den achten Gesamtrang.

Noch bemerkenswerter: Sie gewannen die Gruppe 1.

Ein weitgehend seriennaher Escort hatte sich damit bei einem Weltmeisterschaftslauf nicht nur gegen seine direkten Klassenkonkurrenten durchgesetzt, sondern auch zahlreiche deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge hinter sich gelassen.

Dieses Ergebnis gehört zu den bedeutendsten sportlichen Erfolgen in der Geschichte des hier angebotenen Fahrzeugtyps und bildet einen wesentlichen Bestandteil der überlieferten Geschichte dieses Escort.

Internationale Erfolge – Von Portugal nach Spanien und darüber hinaus

Salvi beschränkte sich 1977 keineswegs auf die portugiesische Meisterschaft.

In seinem Interview mit AutoSport berichtet er, dass sein Team auch ausgewählte Läufe der europäischen Rallyemeisterschaft bestritt.

Die Voraussetzungen waren dabei alles andere als luxuriös.

Salvi erinnert sich beispielsweise an eine Begegnung mit dem italienischen Rallyefahrer Adartico Vudafieri während der Vorbereitung auf die Rally 4 Regioni. Während andere Teams mit professionellen Trainingsfahrzeugen anreisten, nutzte Salvi einen alten Peugeot, der zugleich als Zugfahrzeug diente.

Eine Geschichte, die viel über den Rallyesport jener Zeit erzählt.

Trotz begrenzter Mittel erreichte Salvi internationale Spitzenresultate.

Bei der spanischen RACE-Rallye 1977 belegte er den fünften Gesamtrang. Bei der Volta ao Algarve desselben Jahres erreichte er gemeinsam mit José Ferreira den zweiten Gesamtrang.

Auch dort ist der Ford Escort RS2000 Mk1 mit dem Kennzeichen CR-47-41 in den historischen Ergebnissen verzeichnet.

Diese dokumentierten Einsätze zeigen, dass Salvis Escort weit mehr war als ein nationales Meisterschaftsfahrzeug. Er gehörte zu jener Generation von Rallyeautos, mit denen private und vergleichsweise kleine Teams gegen die etablierte internationale Konkurrenz antraten.

Der Ford Escort RS2000 Mk1 – Eine Motorsportlegende

Der Ford Escort der ersten Generation zählt zu den erfolgreichsten Rallyefahrzeugen seiner Epoche.

Seine Zutaten waren denkbar einfach: eine kompakte Karosserie, Hinterradantrieb, geringes Gewicht und eine Mechanik, die auch unter härtesten Bedingungen beherrschbar blieb.

Mit dem RS2000 erhielt der Escort einen Zweiliter-Vierzylindermotor mit obenliegender Nockenwelle, der die Grundlage für zahlreiche Wettbewerbsfahrzeuge bildete.

Während die leistungsstärkeren Escort RS1600 und RS1800 mit ihren Cosworth-Motoren im internationalen Spitzensport berühmt wurden, zeigte der RS2000, wie konkurrenzfähig ein vergleichsweise seriennahes Fahrzeug sein konnte.

Salvis Meisterschaft 1977 ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel.

Er bewies, dass es im Rallyesport nicht nur darauf ankam, wie schnell ein Auto auf einer einzelnen Wertungsprüfung war, sondern vor allem darauf, wie schnell es nach mehreren Tagen noch sein konnte.

Motor und Technik – Der heutige Zustand

Der angebotene Escort verfügt heute über einen Ford-Vierzylinder-OHC-Motor, dessen äußere Merkmale auf die Pinto-Motorenfamilie hinweisen.

Die Gemischaufbereitung erfolgt über zwei Doppelvergaser mit vier offenen Ansaugtrichtern. Hinzu kommen ein verstellbares Nockenwellenrad, ein Sportabgaskrümmer und weitere motorsporttypische Komponenten.

Der blau lackierte Ventildeckel, die roten Zündleitungen und die funktionale Gestaltung des Motorraums unterstreichen die technische Ausrichtung des Fahrzeugs.

Die aktuelle Motorleistung ist nicht durch ein vorliegendes Prüfstandsprotokoll belegt. Auch die genaue Übereinstimmung der heutigen Motorkonfiguration mit dem historischen Wettbewerbszustand von 1977 ist nicht abschließend dokumentiert.

Die von Giovanni Salvi für die Meisterschaftssaison genannten 135–140 PS beziehen sich auf die damalige Konfiguration und nicht auf eine bestätigte aktuelle Leistungsangabe.

Karosserie, Fahrwerk und Bremsanlage

Der Escort präsentiert sich heute in weißer Lackierung und aufwendig restauriertem Zustand.

Auch der Unterboden wurde im Zuge der Restaurierung weiß lackiert. Die Karosserie zeigt die charakteristische, kompakte Linienführung des Escort Mk1, dessen Proportionen seit mehr als fünf Jahrzehnten untrennbar mit dem internationalen Rallyesport verbunden sind.

Das Fahrwerk wurde für den sportlichen Einsatz überarbeitet und verfügt über ein einstellbares Gewindefahrwerk mit Uniball-Domlagern.

An der Vorderachse arbeitet eine modernisierte Bremsanlage mit Vierkolben-Bremssätteln und gelochten Bremsscheiben. Die Hinterachse wurde ebenfalls auf Scheibenbremsen umgerüstet.

Diese Veränderungen entsprechen dem heutigen technischen Aufbau des Fahrzeugs und sind nicht als vollständig originalgetreue Gruppe-1-Spezifikation von 1977 zu verstehen.

Innenraum – Zurück in die Rallyewelt der Siebziger

Wer die Tür dieses Escort öffnet, findet keinen luxuriösen Sportwagen vor.

Und das ist gut so.

Im Innenraum dominieren Sabelt-Rennschalensitze, gelbe Mehrpunktgurte, ein eingeschweißter Sicherheitskäfig und ein RS-Sportlenkrad.

Ein zentrales Motorsport-Schaltpaneel mit rotem Not-Aus-Schalter und separaten Kippschaltern für Kraftstoffpumpen und Zusatzscheinwerfer ergänzt die funktionale Ausstattung.

Hier geht es nicht um Komfort, sondern um Kontrolle.

Die Atmosphäre erinnert an jene Zeit, als Rallyefahrer vor dem Start ihre Gurte festzogen, der Beifahrer die erste Seite seines Aufschriebs aufschlug und niemand mit Sicherheit wusste, was die nächsten hundert Kilometer bringen würden.

Provenienz und historische Dokumentation

Das Fahrzeug trägt die Fahrgestellnummer BFATPS70257 und das historische portugiesische Kennzeichen CR-47-41.

Dieses Kennzeichen ist in historischen Ergebnislisten des Ford Escort RS2000 Mk1 von Giovanni Salvi dokumentiert, unter anderem bei der Volta ao Algarve 1977.

Die Geschichte von Salvis Meisterschaft wird durch zeitgenössische Rallyeergebnisse sowie spätere Interviews und historische Veröffentlichungen gestützt.

Auch eine Verbindung zum Museu do Rali in Fafe ist überliefert. Dort wurde ein Ford Escort RS2000 Mk1 im Zusammenhang mit Giovanni Salvis Motorsportgeschichte ausgestellt.

Am angebotenen Fahrzeug befinden sich außerdem persönliche Unterschriften von Giovanni Salvi, unter anderem auf der Innenseite der Heckklappe.

Zum angegebenen Lieferumfang gehört ein Sammlermodell des Herstellers Troféu im Maßstab 1:43, das den historischen Wettbewerbswagen zeigt. Laut Fahrzeugdossier stammt es aus einer auf 150 Exemplare limitierten Serie.

Die abschließende dokumentarische Zuordnung der heutigen Fahrgestellnummer zum historischen Wettbewerbsfahrzeug bleibt Bestandteil der Provenienzprüfung.

Fazit – Der Escort, der keine 200 PS brauchte

Die Geschichte des Motorsports ist voller Autos, die durch ihre Leistung berühmt wurden.

Dieser Ford Escort RS2000 erzählt eine andere Geschichte.

Die Geschichte eines Fahrers, der wusste, dass man eine Rallye nicht in der ersten Kurve gewinnt. Die Geschichte eines Autos, das weniger Leistung hatte als seine Konkurrenten, dafür aber jene Ausgewogenheit und Zuverlässigkeit bot, die im Rallyesport über Sieg und Niederlage entscheiden konnten.

Giovanni Salvi gewann 1977 die portugiesische Rallye-Meisterschaft, ohne einen einzigen Gesamtsieg zu benötigen.

Er fuhr gegen stärkere Autos, gegen große Namen und gegen die Unberechenbarkeit eines Sports, der damals noch ein echtes Abenteuer war.

Heute lässt sich ein Ford Escort Mk1 mit weit mehr als 200 PS aufbauen.

Man kann ihm Rennsitze, Überrollkäfig und ein spektakuläres Fahrwerk geben.

Was man nicht nachbauen kann, ist eine Meisterschaft von 1977.

Giovanni Salvi hatte vielleicht nicht das stärkste Auto im Feld. Aber am Ende hatte er den Titel.

Zustand & Zulassung

Zugelassen
Fahrbereit

Fahrzeuggutachten

Nicht vorhanden
Inspection Report
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Technische Details

Fahrzeugdaten

Marke
Ford
Modellreihe
Escort
Modell
Escort RS 2000
Baureihe
Serie I
Erstzulassung
01/1974
Baujahr
1974
Tachostand (abgelesen)
51 442 km
Fahrgestellnummer
BFATPS70257
Motornummer
PS 70257
Getriebenummer
Nicht angegeben
Anzahl Besitzer
Nicht angegeben

Technische Details

Karosserieform
Limousine (2-Türen)
Leistung (kW/PS)
74/100
Hubraum (cm³)
1993
Zylinder
4
Anzahl Türen
Nicht angegeben
Lenkung
Links
Getriebe
Manuell
Gänge
Nicht angegeben
Antrieb
Heck
Bremse Front
Nicht angegeben
Bremse Heck
Nicht angegeben
Kraftstoff
Benzin

Fahrzeugkonfiguration

Außenfarbe
Weiß
Innenfarbe
Schwarz
Innenmaterial
Stoff
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