1964 | Facel Vega Facel III
Welt-Rarität nur wenige Linkslenker Cabrio , AWARD , 2x Best of Show, 1. Preis beim Concourse de elegance
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Die Facel Vega Story
Die Facel waren also schon teuer, bevor sie überhaupt auf die Strasse kamen. Und weil Daninos ja weder Kapazitäten noch Erfahrung mit der Technik hatte, wurde das Beste und Teuerste eingekauft, was der Markt zu bieten hatte. Als Antrieb diente zuerst ein 4,5-Liter-V8 von Chrysler mit 180 PS, das manuelle 4-Gang-Getriebe kam von Pont-à-Mousson, die Kupplung von Borg & Beck., die Lenkung von Gemmer, die hintere Starrachse von Salisbury. Komponenten, welche die Facel Vega in England fast doppelt so teuer machten wie einen vergleichbaren Jaguar; man hätte damals auch ein nettes Häuschen kaufen können in der City von London um das gleiche Geld. Die Engländer waren ansonsten nicht komplett begeistert von den Franzosen – es reichte nur zum Prädikat «the second best car in the world».
Facel selber residierte an der Avenue Georges V, die Hausnummer 19 beheimatet heute den Edelschneider Scabal und die Modell-Agentur «Elite Model Look»; die Quadratmeter-Preise für Appartements in diesem Quartier sind absurd. Und waren es schon damals. Doch Monsieur Daninos hatte es gerne edel – und seine Kundschaft sicher auch. Es drängten sich Potentaten wie der Schah von Persion oder der marokkanische König Hassan II. an der Avenue Georges V um die Facel Vega, doch auch Rennfahrer Stirling Moss hatte zwei Facel Vega – und Schauspielerin Ava Gardner kaufte ebendort sich gleich drei Stück. Ansonsten: Pablo Picasso, Joan Collins, Tony Curtis, Christian Dior, Herbert von Karajan (wahrscheinlich), Louis Malle, Grace Kelly, *Yves Montand,Anthony Quinn, Frank Sinatra, Ringo von den Beatles, François Truffaut, Maurice Trintignant, Catherine Deneuve, Louis Malle, Peter Fonda, Dean Martin, Porfirio Rubirosa, Jean-PierreGuerlain*, Guy Laroche, Etceterini. Es macht fast so ein bisschen den Eindruck, als ob die Facel nur berühmte Besitzer hatten.
Und wenn man dann die Fahrleistungen betrachtet, dann wird einem schnell die Faszination klar, die so ein Franzose auf die edle Kundschaft ausübte. Von 0 auf 100 km/h rannte er in 8,6 Sekunden, ein Ferrari 250 GT und ein Mercedes 300 SL brauchten dafür 9 Sekunden, ein Aston Martin DB4 gar 10. Und die Höchstgeschwindigkeit des HK500 lag bei 237 km/h, der Ferrari schaffte 230, der Benz 228, der Aston 225. HK
1959 hatte Facel mit der Facellia einen eigenen 4-Zylinder-Motor mit 1,6 Liter Hubraum und mit einer Leistung von 115 PS zu konstruiert .Die französische Regierung gewährte sogar einen Exportfinanzierungskredit, auf dass die Facellia den Ruhm Frankreichs in der Welt mehren sollte . Doch die Kolben klemmten, weil die Verdichtung zu hoch war. Der Motor nur in zwei Jahren aus dem Boden gestampft worden, zu wenig Zeit für Daninos, Erprobungen und ausführlichen Testfahrten.
Man versuchte es noch mit dem Facel III (1963/64), der von einem Volvo-Vierzylinder angetrieben wurde, doch nach der Erfahrung mit Facellia wollte niemand mehr Facel Vega kaufen .
Und auch der Facel 6 (1964; mit dem 3-Liter-Reihensechszylinder aus dem Austin-Healey) schaffte die Wende nicht mehr. Die Garantieleistungen der Facellia von 300 Motoren trieben Jean Daninos schon 1961 zum Rücktritt – und die Marke 1964 endgültig in den Konkurs.
Am 1. Oktober 1964 standen bei der Eröffnung des Pariser Auto-Salon zwar noch alle Modelle auf der Stand der Franzosen. Aber das Personal hatte da schon längst das Weite gesucht.
Was wirklich erstaunlich ist: die Preise für die Facel Vega sind (noch) nicht ins Absurde gestiegen. Nur selten wird eines dieser französischen Wunderwerke für mehr als 300’000 Dollar gehandelt – wahre Schnäppchen im Vergleich zu den massenhaften Ferrari und profanen Aston Martin aus jenen Jahren. Kommt dazu, dass die Technik relativ einfach war. Doch prinzipiell ist die Qualität kein Problem, die Facel Vega wurden liebevoll von Hand zusammengebaut, Daninos war ein Perfektionist. Die günstige Möglichkeit, solch einen edlen Franzosen zu fahren, ist natürlich der Facellia man kann davon ausgehen, dass die wenigen Exemplare, die bis heute überlebt haben, ihre Kinderkrankheiten hinter sich haben.
Ihr Nachfolger die Facel III hatte dann alle Ungereimheiten überstanden und zählt heute mit Ihren Volvo-Motor zu den seltesten Facel Vega Fahrzeugen vor allen die wunderschönen, eleganten Cabriolet.
Dieses Modell war mit dem Vierzylinder-Reihenmotor des Volvo P1800 mit 1780 cm³ Hubraum ausgestattet. Der Volvo-B18-Motor entwickelte im Facel III 108 PS (79 kW) und war mit einem Vierganggetriebe aus demselben Hause gekoppelt, das auf Wunsch auch mit Overdrive geliefert werden konnte. Fahrwerk, Lenkung und Bremsanlage entsprachen dem Vorgängermodell Facellia. Marchal-Mégalux zugelieferten Hauptscheinwerfern, Kühlergrill im Stil des Facel II, Die Facel III Coupe wurde 624 mal gebaut, davon nur 192 Stück als Cabriolet. Derzeit nur noch 9 linkslenker restauriert weltweit bekannt.
Ottomotor 1,8 l 79. KW. Länge 4120 mm , Breite 1580, Höhe 1290, Radstand 2450, Leergewicht 1060 kg. Produktionszeit 1963 -1964 , Echtleder Austattung.

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