1989 | Citroën CX 25 GTi Turbo 2
- Status:
- Vorschau
- Schätzwert:
- € 19.000 - € 24.000
- Endet um:
- 22.11.2026, 19:45:00 MEZ
Untertitel: Citroën CX 25 GTi Turbo 2 von 1989 in Schwarz mit Lederausstattung, 168 PS, jüngsten Investitionen bei CX-Basis und Wertgutachten mit Zustandsnote 2 aus dem Jahr 2022
Es gibt Automobile, die von Ingenieuren entwickelt wurden. Und es gibt Automobile, bei denen man den Eindruck bekommt, dass die Ingenieure vorher eine Flasche Rotwein getrunken und anschließend beschlossen haben, sämtliche Regeln des Automobilbaus neu zu schreiben.
Willkommen bei Citroën.
Und willkommen beim CX 25 GTi Turbo 2.
Einer Limousine, die aussieht wie ein Raumschiff aus einem französischen Science-Fiction-Film der Achtzigerjahre, fährt wie ein fliegender Teppich und dank ihres Turboladers durchaus in der Lage ist, einem Mercedes-Fahrer auf der Autobahn einen ziemlich nachdenklichen Gesichtsausdruck zu verpassen.
Während die Deutschen ihre großen Limousinen mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks konstruierten, stellten die Franzosen eine vollkommen andere Frage:
Was wäre, wenn ein Auto nicht einfach nur fahren, sondern über die Straße schweben könnte?
Die Antwort hieß Citroën CX.
Und in seiner stärksten Turbo-Ausführung wurde aus dem fliegenden Teppich plötzlich ein ziemlich schneller.
1974 stellte Citroën den CX vor.
Er sollte den legendären DS ersetzen.
Eine Aufgabe, die ungefähr so einfach war, wie nach den Beatles eine neue Band zu gründen und zu behaupten, sie sei noch besser.
Denn der DS war nicht einfach nur ein Auto gewesen.
Er war eine technische Revolution.
Hydropneumatische Federung, futuristisches Design und ein Fahrkomfort, der die Konkurrenz aussehen ließ, als würde sie noch mit Pferdekutschen experimentieren.
Der CX musste also etwas Besonderes sein.
Und das wurde er.
Seine lang gestreckte, aerodynamische Karosserie wirkte damals wie ein Blick in die Zukunft. Die flache Front, das elegant abfallende Heck und die große Glasfläche verliehen ihm eine Erscheinung, die mit den kantigen Oberklasselimousinen seiner Zeit wenig gemeinsam hatte.
Selbst sein Name war ein Hinweis auf die Aerodynamik: Cx bezeichnet im Französischen den Luftwiderstandsbeiwert.
Citroën hatte also ein Auto nach einer physikalischen Größe benannt.
Das muss man sich erst einmal trauen.
Während Mercedes mit Begriffen wie S-Klasse um Prestige warb, erklärte Citroën seinen Kunden im Grunde, dass ihr neues Auto besonders gut durch die Luft gleiten könne.
Typisch französisch.
Und ziemlich genial.
Der CX war von Anfang an für seinen außergewöhnlichen Komfort bekannt.
Doch irgendwann stellte man bei Citroën fest, dass man diesem luxuriösen Reisewagen durchaus etwas mehr Temperament verleihen könnte.
Die Lösung war ein Turbolader.
1984 erschien der CX GTi Turbo.
Mit der späteren Turbo-2-Ausführung wurde das Konzept weiterentwickelt.
Unter der langen Motorhaube arbeitet ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 168 PS.
Das klingt heute vielleicht nicht besonders aufregend.
Aber 1989 war das eine durchaus respektable Leistung für eine große französische Limousine.
Vor allem für eine, deren eigentliche Spezialität darin bestand, schlechte Straßen in eine entfernte Erinnerung zu verwandeln.
Der CX GTi Turbo 2 war damit eine bemerkenswerte Mischung.
Ein komfortabler Langstreckenwagen, der bei Bedarf ziemlich entschlossen beschleunigen konnte.
Ein Auto für Menschen, die gerne schnell unterwegs waren, aber keine Lust hatten, dabei jeden Kanaldeckel einzeln kennenzulernen.
Dieser Citroën CX 25 GTi Turbo 2 von 1989 präsentiert sich in Schwarz.
Und ich finde, das ist eine der besten Farben für dieses Auto.
Denn während ein CX in Silber seine futuristische Form betont, verleiht Schwarz ihm eine beinahe staatsmännische Erscheinung.
Man könnte sich problemlos vorstellen, wie ein französischer Minister Ende der Achtzigerjahre damit vor dem Élysée-Palast vorfährt.
Hinten steigt ein Mann im dunklen Anzug aus.
Vorne sitzt ein Chauffeur, der vermutlich mehr über Hydropneumatik weiß als die meisten modernen Kfz-Mechatroniker.
Die Karosserie wird vom Verkäufer als gut erhalten und rostfrei beschrieben.
Der Lack ist nach dessen Angaben überwiegend erhalten geblieben, während das Dach kürzlich neu lackiert wurde.
Am linken vorderen Kotflügel befinden sich Spachtelarbeiten. Ein zusätzlicher Ersatzkotflügel gehört zum Fahrzeug.
Das ist eine erfreulich offene Beschreibung.
Denn ein CX aus dem Jahr 1989 muss nicht aussehen, als wäre er gestern aus dem Werk in Aulnay-sous-Bois gerollt.
Er darf eine Geschichte haben.
Entscheidend ist, dass man weiß, womit man es zu tun hat.
Ein interessantes Detail sind die neu montierten Leichtmetallräder.
Sie orientieren sich optisch am klassischen Design der CX-Turbo-Felgen, ermöglichen aber die Verwendung konventioneller Reifen anstelle der ursprünglichen TRX-Dimensionen.
Und wer sich schon einmal mit der Reifenversorgung älterer französischer Automobile beschäftigt hat, wird verstehen, warum das eine durchaus praktische Verbesserung ist.
Montiert sind neue Michelin-Reifen.
Eine Genehmigungsbescheinigung für die Räder soll ebenfalls vorhanden sein.
Damit bleibt der typische Auftritt erhalten, während die Reifenbeschaffung deutlich unkomplizierter wird.
Eine jener Modifikationen, bei denen selbst ein leidenschaftlicher Anhänger französischer Eigenwilligkeit gelegentlich zugeben muss, dass ein bisschen Pragmatismus nicht schaden kann.
Im Innenraum setzt sich die schwarze Farbgebung fort.
Schwarzes Leder, eine Klimaanlage und ein Schiebedach sorgen für eine Ausstattung, die dem Charakter eines großen französischen Gran Turismo ausgezeichnet entspricht.
Die Lederausstattung wird als vollständig erhalten beschrieben, zeigt allerdings altersentsprechende Gebrauchsspuren.
Eine professionelle Lederaufbereitung könnte das Erscheinungsbild weiter verbessern.
Aber das eigentlich Faszinierende am CX ist ohnehin sein Cockpit.
Denn bei Citroën war man offenbar der Meinung, dass herkömmliche Armaturenbretter viel zu langweilig seien.
Die Bedienung folgt einer ganz eigenen Philosophie.
Die charakteristischen Bedienelemente, die ungewöhnliche Instrumentengestaltung und das besondere Lenkrad vermitteln ein Fahrerlebnis, das mit einer zeitgenössischen deutschen Limousine kaum vergleichbar ist.
Man steigt in einen CX und merkt sofort:
Hier hat jemand wirklich anders gedacht.
Für Musik sorgt in diesem Exemplar ein nachgerüstetes Bluetooth-Radio in klassischer Retro-Optik, kombiniert mit neuen JBL-Lautsprechern vorne und hinten.
Die Klimaanlage wurde laut Verkäufer kürzlich neu befüllt.
So lässt sich französische Automobilgeschichte auch mit einer modernen Playlist genießen.
Jetzt kommen wir zum vielleicht faszinierendsten Teil des CX.
Seinem Fahrwerk.
Denn während andere Hersteller Federn und Stoßdämpfer verwendeten, entwickelte Citroën seine berühmte hydropneumatische Federung.
Ein System, das mit Hydraulikflüssigkeit und gasgefüllten Federkugeln arbeitet und den CX auf eine Weise über die Straße gleiten lässt, die selbst heute noch ungewöhnlich wirkt.
Wer zum ersten Mal einen gut funktionierenden CX fährt, wundert sich möglicherweise darüber, warum andere Hersteller jahrzehntelang so viel Mühe damit hatten, komfortable Autos zu bauen.
Bodenwellen?
Werden geschluckt.
Schlechte Landstraßen?
Verlieren einen großen Teil ihres Schreckens.
Lange Autobahnetappen?
Genau dafür wurde dieses Auto geschaffen.
Natürlich verlangt diese Technik eine sachkundige Wartung.
Aber sie ist auch der Grund, warum ein CX eben kein gewöhnlicher Oldtimer ist.
Er bietet ein Fahrerlebnis, das man nicht einfach durch den Einbau weicherer Stoßdämpfer nachahmen kann.
Der 2,5-Liter-Turbomotor entwickelt 168 PS und überträgt seine Leistung über ein manuelles Fünfganggetriebe an die Vorderräder.
Damit verbindet der CX zwei Eigenschaften, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen.
Die Gelassenheit einer großen Reiselimousine.
Und die Kraft eines aufgeladenen Motors.
Man kann mit ihm gemütlich durch die Provence gleiten, während die Hydropneumatik die Straßenoberfläche weitgehend aus dem Bewusstsein verschwinden lässt.
Oder man tritt aufs Gaspedal und erinnert sich daran, dass unter der Haube ein Turbolader arbeitet.
Genau diese Kombination macht den GTi Turbo 2 so reizvoll.
Er ist kein Sportwagen im klassischen Sinne.
Er ist ein schneller Reisewagen mit einer völlig eigenen Persönlichkeit.
Besonders interessant sind die jüngsten technischen Investitionen.
Nach Angaben des Verkäufers wurden rund 4.000 Euro beim Citroën-Spezialisten CX-Basis in Reparaturen und Überholungsarbeiten investiert.
Die entsprechenden Rechnungen sollen vorhanden sein.
Gerade bei einem technisch eigenständigen Fahrzeug wie dem CX ist die Beschäftigung mit seiner Mechanik ein wichtiger Bestandteil der Erhaltung.
Denn einen CX kann man nicht immer wie einen gewöhnlichen Gebrauchtwagen behandeln.
Er besitzt technische Besonderheiten, die Erfahrung und Verständnis verlangen.
Der Verkäufer beschreibt den technischen Zustand als einwandfrei.
Hinzu kommen die neuen Leichtmetallräder und Michelin-Reifen.
Ein Wertgutachten aus dem Jahr 2022 bewertet das Fahrzeug mit der Zustandsnote 2.
Die später vorgenommenen technischen Arbeiten und Veränderungen sind darin naturgemäß noch nicht berücksichtigt.
Ich glaube, niemand kauft heute einen Citroën CX GTi Turbo 2, weil er ein besonders unkompliziertes Alltagsauto sucht.
Dafür gibt es moderne Limousinen.
Sie starten jeden Morgen, haben funktionierende Navigationssysteme und erklären einem im Zweifel sogar, dass man zu müde zum Fahren sei.
Ein CX dagegen verlangt etwas anderes.
Interesse.
Leidenschaft.
Und die Bereitschaft, sich auf eine technische Welt einzulassen, in der die Franzosen viele Dinge anders gelöst haben als der Rest der Automobilindustrie.
Aber genau dafür bekommt man etwas zurück.
Ein Auto, das sich nicht wie jedes andere fährt.
Ein Cockpit, das nicht wie jedes andere aussieht.
Und eine Federung, die einem selbst nach Jahrzehnten noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.
Dazu kommt bei diesem Exemplar die schwarze Farbkombination, die dem CX eine bemerkenswert elegante Erscheinung verleiht.
Er sieht nicht aus wie ein typischer Oldtimer.
Er sieht aus wie eine französische Vorstellung von der Zukunft.
Aus dem Jahr 1989.
Der Citroën CX 25 GTi Turbo 2 gehört zu den faszinierendsten großen Limousinen seiner Epoche.
Nicht weil er die meisten Zylinder besitzt.
Nicht weil er die höchste Leistung bietet.
Und ganz sicher nicht, weil er besonders konventionell konstruiert wurde.
Sondern weil er vollkommen anders ist.
Dieses Exemplar von 1989 verbindet den 168 PS starken Turbomotor mit der legendären Hydropneumatik, einer eleganten schwarzen Karosserie und schwarzer Lederausstattung.
Dazu kommen jüngste technische Investitionen von rund 4.000 Euro beim Spezialisten CX-Basis, neue Räder mit Michelin-Reifen und ein Wertgutachten aus dem Jahr 2022 mit Zustandsnote 2.
Die bekannten kosmetischen Punkte, insbesondere der linke vordere Kotflügel und die Gebrauchsspuren am Leder, gehören zur ehrlichen Einordnung dieses Klassikers.
Und vielleicht ist das Schönste an einem CX, dass er auch heute noch etwas schafft, das modernen Autos immer schwerer fällt:
Er fühlt sich wirklich anders an.
Während Mercedes und BMW Ende der Achtzigerjahre versuchten, die perfekte deutsche Limousine zu bauen, hatten die Franzosen längst beschlossen, dass Perfektion ohnehin eine ziemlich langweilige Angelegenheit sei.
Also bauten sie lieber den CX.
Einen großen, schnellen, hydropneumatisch gefederten Exzentriker.
Und wenn Sie der Meinung sind, ein Auto müsse sich unbedingt wie ein Mercedes fahren, dann ist dieser Citroën vermutlich nichts für Sie.
Wenn Sie allerdings einmal erleben möchten, wie sich französische Ingenieure das Autofahren vorgestellt haben, könnte dieser CX eine ziemlich interessante Entdeckung sein.

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