1962 | BMW Isetta 300
1962 BMW Isetta 300. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 10.000 € - 15.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Seltener englischer LizenzbauHöchst attraktive FarbkombinationAußen wie innen sichtlich liebevoll überarbeitetIdeal für die innerstädtische ParkplatzsucheEinfach zum Verlieben
Nach dem Krieg stand BMW vor dem Nichts. Motorräder hielten die Werkstore offen, Kochtöpfe füllten die Bilanzen – Automobile jedoch blieben ein ferner Traum. 1952 kam mit dem 501 der erste Versuch – gefolgt von 502, 503 und 507. Die waren repräsentativ, edel und teuer und allesamt grandiose Fehlschläge. Jedes Exemplar verschlang mehr als es einbrachte und ließ die bayrischen Kassen noch tiefer ins Minus rutschen.
Das Licht am Ende des Tunnels schien 1954 in Turin aufzuleuchten: Auf dem Automobilsalon entdeckten die Münchner die kleine Isetta – ein kugelrundes Motocoupé, mehr Roller als Wagen und genau das, was man glaubte, der Zeit schuldig zu sein. Rasch wurde der Lizenzvertrag mit Renzo Rivoltas Firma Iso unterschrieben. BMW verpasste dem Entwurf einen eigenen Motor aus dem R25/3-Motorrad, montierte das weiß-blaue Emblem und schon 1955 rollte schließlich die erste Isetta aus den Werkshallen.
1956 folgte die stärkere 300-ccm-Variante, später eine überarbeitete Isetta, »Export« genannt, mit durchgehenden Seitenscheiben und ohne das verspielte Heckpanorama. Das Motocoupé eroberte die Innenstädte und wurde zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders im Kleinformat. In England stieß die Isetta beim offiziellen BMW-Partner AFN allerdings auf wenig Gegenliebe. Zu groß war die Angst vor der Konkurrenz zu den eigenen Produkten von Armstrong Siddeley und der Standard Motor Company. BMW vergab die Lizenz daraufhin an eine 1956 von Ronald J. Ashley neu gegründete »Isetta of Great Britain Ltd.«. Schon 1957 debütierte eine rechtsgelenkte Isetta im Hotel »The Dorchester« in London und von Brighton aus bediente man nicht nur Großbritannien, sondern auch Skandinavien und den gesamten Commonwealth of Nations. Lenkrad und Schalthebel der britischen Isettas wanderten auf die andere Seite. Geschaltet wurde mit rechts, womit sich der Kontinentaleuropäer schon fast wie zuhause fühlt. Weil auch der Motor rechts saß, montierte man links 70 Kilogramm Gegengewicht, um die Kugel in Balance zu halten. Deshalb gab es die britischen Isettas nur mit dem größeren 300er-Motor. Weil es auch in England steuerlich von Vorteil war, waren wie in Österreich die meisten Isettas Dreiräder. Die Produktion lief bis 1964, zwei Jahre länger als in Deutschland. Mit ihrer Einstellung wurde auch die Firma aufgelöst.
Diese Isetta 300 ist eine solche englische Knutschkugel aus Brighton. Erstmals zugelassen wurde sie am 15. Mai 1962, da war die Produktion in Deutschland bereits am Auslaufen. 2014 trat sie die Reise von England nach Österreich an. Dass nicht erst ihre letzte Besitzerin eine Enthusiastin war, sieht man der weiß-blauen Isetta rundum an. Dass die Mechanik nach längerer Standzeit nach etwas Zuwendung verlangt, rückt dabei in den Hintergrund. Denn einer Isetta fliegen schließlich immer die Herzen zu, den seltenen britischen Lizenzbauten unter Kennern umso mehr.
Chassis: A332072
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: Englisches Registration Certificate (V5C), importiert während EU-Mitgliedschaft Englands Originales British Isetta Owner’s Handbook
Schätzwert / Estimate: € 10.000 – 15.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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