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Ural 375 Oldtimer kaufen

Der Ural 375 überzeugt als robustes, militärisches Allradfahrzeug aus sowjetischer Produktion. Bekannt für seinen V8-Benzinmotor und seine enorme Geländegängigkeit, findet der Ural 375 sowohl bei Sammlern von Nutzfahrzeugen als auch in historischen Militärfahrzeugkreisen großes Interesse.

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Ural 375 Oldtimer: Preise & Marktwerte

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Geschichte des Ural 375

Der Ural 375 wurde ab Anfang der 1960er Jahre in der Sowjetunion hergestellt und sollte als vielseitiger militärischer LKW der Roten Armee dienen. Die Entwicklung startete als Ersatz für den GAS-63 und zielte auf besonders schwere Geländebedingungen ab, welche die sowjetische Infrastruktur durchzogen. Gefertigt im UralAZ-Werk in Miass, rollte der 375 fast drei Jahrzehnte lang vom Band und fand breite Verwendung in Osteuropa, Afrika und Asien. Mit seiner Einführung setzte der Ural 375 neue Maßstäbe für den militärischen Allradantrieb bei sowjetischen Nutzfahrzeugen.

Modellgeschichte

Die Modellreihe Ural 375 startete mit dem Standardmodell Ural 375D. Als direkter Nachfolger wurde in den 1980er Jahren der Ural 4320 vorgestellt, der einen vielfältigeren Dieselmotor und eine modernisierte Technik bot. Innerhalb der 375-Baureihe gab es mehrere Varianten, darunter Kurzversionen mit Spezialaufbauten beispielsweise für den Transport von Munition oder als Funkwagen. Durch die robuste und einfache Bauweise konnten viele Fahrzeuge auch nach der Dienstzeit weiterverwendet oder umgebaut werden.

Besonderheiten des Ural 375

Zu den prägnantesten Eigenschaften zählt der großvolumige V8-Benziner sowie permanente Allradtechnik mit Sperrdifferenzialen. Diese Kombination ermöglichte außergewöhnliche Geländefähigkeiten, selbst unter extremen klimatischen Bedingungen. Die 5-Gang-Handschaltung, der große Laderaum und die simple Technik zählten zu den enormen Vorzügen im Einsatz abseits befestigter Straßen.

Technische Daten

Sondermodelle und Sammlervarianten

Vom Ural 375 existieren einige Sonderversionen, etwa als Tankwagen, Abschleppfahrzeuge oder mobile Werkstattfahrzeuge. Besonders selten sind originale Funkwagen mit Spezialaufbauten, die heute als technische Zeitzeugen eines vergangenen Militärzeitalters gelten. Diese Varianten sind bei Sammlern sowjetischer Militärtechnik gefragt.

Schwachstellen und bekannte Probleme

Typische Schwachstellen des Ural 375 sind nach Jahrzehnten intensiver Nutzung Korrosionsschäden am Rahmen und Aufbau, Verschleiß an Achsen, Antriebsstrang und Bremsen sowie Probleme mit der Elektrik, insbesondere nach unsachgemäßer Umrüstung oder mangelhafter Pflege. Der oft hohe Benzinverbrauch ist ein weiterer Aspekt, der beim Unterhalt zu berücksichtigen ist. Eine regelmäßige Durchsicht der Schmierstellen ist unerlässlich für den langfristigen Betrieb.

Motor, Fahrleistungen und Fahrverhalten

Der kräftige V8-Ottomotor sorgt zwar nicht für Sprintwerte, stellt aber massig Drehmoment bereits im unteren Drehzahlbereich bereit, was sich im schweren Gelände auszahlt. Das Fahrverhalten ist klar auf Offroadbedingungen abgestimmt – auf losem, schlammigem Untergrund spielt der Ural 375 seine Fähigkeiten in Kombination mit der Geländeuntersetzung und dem robusten Fahrwerk voll aus. Auf der Straße hingegen macht sich der Militärcharakter durch hohen Verbrauch und geringere Komfortmerkmale bemerkbar. Beliebt unter Kennern sind insbesondere gut erhaltene Werkstattwagen sowie originalgetreue Funkwagen, oft mit umfangreichen technischen Ausstattungen.

Innenraum, Komfort, Außendesign und Ausstattung

Beim Ural 375 dominiert im Interieur funktionale Einfachheit: Schlichtes Armaturenbrett mit großen Bedienelementen, robuste Sitze und leicht zugängliche Wartungspunkte kennzeichnen das Fahrerhaus. Markant sind die hochgesetzte Schnauze, die grobstolligen Reifen sowie die große Bodenfreiheit. Spezielle Farben variierten von typischem Olivgrün bis Tarnlackierungen für den militärischen Einsatz. Zubehör wie Seilwinden, Lichtmasten oder zusätzliche Heizsysteme gehörten bei bestimmten Ausführungen zur Sonderausstattung.

Weitere Besonderheiten

Einige Ural 375 wurden nach ihrer militärischen Nutzung zu Expeditionsfahrzeugen umgerüstet und dienen heutzutage als Basis für Allrad-Reisemobile, insbesondere im russischen Raum. Ersatzteilversorgung erfolgt teils über russische Händler oder spezialisierte Nutzfahrzeugwerkstätten. Dank ihrer robusten Mechanik eignen sie sich für kreative Umbauten, etwa zu Werkstattwagen oder mobilen Bühnen.

Zusammenfassung

Der Ural 375 steht wie kein anderes Fahrzeug für robuste, funktionale Offroad-Technik sowjetischer Prägung. Für Sammler und Technikliebhaber bietet dieser Oldtimer einzigartige Einblicke in die Militärgeschichte und einen enormen Gestaltungsspielraum für Umbauten. Wer Technik mit Charakter sucht und sich im Segment schwerer Nutzfahrzeug-Oldtimer bewegen will, findet im Ural 375 einen Original mit viel Substanz und Potenzial.