Classic Trader versteigert mehr als 200 Fahrzeuge der Villach Collection ohne Mindestpreis

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Classic Trader, Europas Online-Plattform für den Kauf und Verkauf von Old- und Youngtimern, veranstaltet eine Online-Auktion mit 201 Fahrzeugen aus der Villach Collection, dem ehemaligen Villacher Fahrzeugmuseum. 35 Automobile und 166 Motorräder, Mofas und Roller werden ohne Mindestpreis versteigert. Vom 3. bis 15. März 2026 können Gebote abgegeben werden, am 14. und 15. März sind Besichtigungen möglich. Die Auktionen enden am 15. März ab 17:00 Uhr Ortszeit. Zur Teilnahme ist lediglich eine verifiziertes Nutzerkonto auf www.classic-trader.com nötig.

Die Anfänge des Villacher Fahrzeugmuseums

1987 gründete Rudolf Pirker das Fahrzeug-, Radio- und Uhren-Museum in Villach im österreichischen Bundesland Kärnten. Sein Antrieb war nicht, ein „Hochglanz-Museum“ mit seltenen und teuren Oldtimern zu errichten, sondern die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise mitzunehmen. Eine Reise, in denen sich die Gäste wiedererkennen sollten. Durch den Schwerpunkt auf Alltags-Automobilen sowie Mofas und Motorroller der 50er- und 60er Jahre fanden sich zahlreiche Zeitzeugen, zu denen die meisten Gäste in ihrer Jugend vermutlich Kontakt hatten und eine emotionale Verbindung haben.

So wurde das Museum in Villach ein beliebter Treffpunkt für diejenigen, die nochmal ihren ersten Lohner-Roller sehen wollten oder den Renault 4, mit dem es früher in den Urlaub ging. Mit dem Tod des Sammlers und Museumsgründers vor fünf Jahren ging eine Ära zu Ende. Für die Söhne war schnell klar, dass sie das Museum nicht mit demselben Aufwand wie ihr Vater betreiben konnten.

Schließlich fiel der Entschluss, das Anwesen zu vermieten und den Fahrzeugbestand zu veräußern. Für solch eine umfangreiche Aufgabe, wie den Verkauf der vollständigen Villacher Sammlung, wendeten sich die Nachfahren an die Fachleute von Classic Trader. Die langjährige Expertise und Erfolge im Bereich der Vermarktung von Sammlerfahrzeugen und vollständigen Sammlungen, die außergewöhnliche Entwicklung der Online-Auktionen von Classic Trader in den letzten Jahren, die internationale Reichweite sowie das persönliche Engagement der beteiligten Personen gaben dafür den Ausschlag.

Für Michael Gross, Director Auctions bei Classic Trader, ist die bevorstehende Auktion ein Meilenstein: „Die Villach Collection ist eine sehr besondere Sammlung. Sie ist ein Zeitzeugnis des aufkommenden Individualverkehrs in den 50er und 60er-Jahren. Dieses Erbe, das Rudolf Pirker zusammentragen hat, an andere Sammler und Enthusiasten in einer Auktion verkaufen zu dürfen, ist eine spannende Aufgabe und Verpflichtung zugleich.“

Große Historie und kleine Schätze in der Villach Collection

Die Villach Collection umfasst 35 Automobile und 166 Zweiräder. Die Bandbreite der Autos beginnt bei einem FIAT Topolino aus dem Jahr 1938. Er soll während des Kriegs auseinandergebaut unter einem Kino versteckt worden sein, damit er nicht als Rüstungsmaterial herangezogen wird. Später wurde er wiederentdeckt und zusammengesetzt. Die jüngsten Exemplare sind ein VW Golf II aus Westdeutschland und einer der letzten je gebauten Trabant 601 aus der DDR – der bis heute nie zugelassen worden ist und sich als Neuwagen präsentiert. Für Herrn Pirker war es besonders wichtig, dass sich seine Ausstellungsstücke möglichst original präsentieren, so zeigte sich bei der Sichtung der Fahrzeuge, dass es bei den meisten Automobilen Hinweise auf Erstlack und äußerst niedrige Laufleistung gibt.

Unter den 166 Zweirädern ist ein Schwerpunkt bei Mofas und Rollern österreichischer Marken auszumachen. Eine umfassende Sammlung von Rollern von HWM, Lohner und Puch macht einen Großteil aus, neben anderen europäischen Fabrikaten sowie hubraumraumstärkere Motorräder. In der Summe der Schätzwerte erscheint ein Gesamterlös im mittleren sechsstelligen Bereich realistisch.

Kein Mindestpreis bei allen Fahrzeugen

Alle Fahrzeuge werden auf www.classic-trader.com/villach präsentiert. Gebote können zwischen dem 3. März 2026, 17:45 Uhr und dem 15. März 2026, 17:00 Uhr bis 19:45 Uhr abgegeben werden. An den Auktionen können alle Interessierten teilnehmen, die über einen verifizierten Classic Trader-Account verfügen. Classic Trader erhebt bei einer erfolgreichen Auktion eine Gebühr in Höhe von 8,5% des Zuschlags (inkl. MwSt.), mindestens jedoch 500 € (inkl. MwSt.) für Automobile, Motorräder und -Roller. Für die Zweirad-Kategorien Mofa/Mokick/Moped sowie Leichtmotorräder gilt eine reduzierte Mindestgebühr von 250 € (inkl. MwSt.).

Sämtliche Auktionen sind „No Reserve-Auktionen“, das heißt, alle Fahrzeuge werden ohne Mindestpreis verkauft, was die Chancen erhöht, ein Objekt der Begierde unter dem Marktpreisniveau zu erwerben. Classic Trader weist ausdrücklich darauf hin, dass die Fahrzeuge die letzten Jahre unbewegt im Museum standen und somit als nicht zugelassen und nicht fahrbereit zu kategorisieren sind.

Das Besondere an dieser Auktion: Am letzten Wochenende der laufenden Online-Auktionen wird es die Möglichkeit der Besichtigungen in Villach geben. Über spezielle Auktions-QR-Codes auf den Fahrzeugen können sich Besucherinnen und Besucher direkt vor Ort online registrieren und mitbieten. Vor Ort hilft das Team von Classic Trader bei der Registrierung und erklärt ggf. den Ablauf und Bietprozess.


Mehr Informationen unter:
www.classic-trader.com/villach

Autor: Paolo Ollig

Paolo Ollig schreibt als Chefredakteur regelmäßig über alle Raritäten und Meilensteine der Automobil- und Motorrad-Geschichte. Traum-Klassiker: Lamborghini Countach und Mercedes-Benz 300 SL. Eigener Klassiker: Mercedes-Benz 230 CE (W123) von 1981.

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