Buchtipp | Endlich: Das Buch zur Ikone Ferrari P
Natürlich liegt die Schönheit im Auge des Betrachters – ich finde beispielsweise den Alfa Romeo R.Z. toll, was viele Freunde nicht so richtig verstehen. Aber ich glaube wir können uns alle darauf einigen, dass die legendären Ferrari P-Modelle umwerfend gut aussehen, vor allem in der letzten Evolutionsstufe P4. Die P-Modelle waren zwar nicht die ersten Mittelmotor-Rennwagen aus Maranello – Ferrari begann im Februar 1961 mit der Präsentation des 246 SP mit einem V6-Triebwerk mit dem Thema Mittelmotor –, doch nur ein Jahr später tauchte mit der 250 P Barchetta dann der bewährte 3-Liter-V12-Motor erstmals bei einem Sportwagen hinter dem Fahrer auf.
Ein präzise Annäherung an die Ferrari P Rennwagen
Das war der Beginn der legendären P-Modelle, die in der letzten Evolutionsstufe als 330 P4 in der Saison 1967 antraten – natürlich ist die Geschichte der Modelle nicht stringent verlaufen, Rennwagen werden entwickelt, eingesetzt, verbessert, umgebaut, neu aufgebaut – das ist ein laufender Prozess. Dementsprechend kompliziert ist die Geschichte der P-Modelle und es ist Ed Heuvink zu verdanken, dass nun erstmals die Evolution so präzise wie nur möglich nachvollziehbar ist. Heuvink hat sich in jahrelanger Arbeit jeder Fahrgestellnummer genähert, ihre Rennen (und Unfälle) dokumentiert und so die Geschichte dieser großartigen Fahrzeuge zusammengetragen und mit vielen Fotos – allein die Arbeit, diese Fotos zu suchen und zu finden! – garniert.
Es wurde schon lange gemunkelt, dass sich Daniel Klein und sein rühriger McKlein Publ.-Verlag dieses Themas angenommen haben – kein Wunder, dass sich die Szene bei Erscheinen auf die auf 330 Exemplare limitierte Auflage geworfen hat. Deshalb sind auch nur noch wenige Exemplare verfügbar. Wer sich für diese phantastischen Ferrari-Modelle interessiert, kommt an dem Band nicht vorbei – also: Zuschlagen, so lange noch Bücher verfügbar sind. Oder später dafür deutlich höhere Preise bezahlen.
Ed Heuvink: Ferrari P, McKlein Publishing, 350,00 €

Erschienen: 11/2025
ISBN: 978-3-947156-66-5
Ed Heuvink: Ferrari P ist im Buchhandel Ihres Vertrauens oder direkt bei McKlein Publishing verfügbar.
Fotos McKlein Publishing
Weitere Artikel
Citroën CX 25 GTI (1985) – Hydropneumatische Avantgarde auf der Überholspur
Als Citroën 1974 den CX vorstellte, war die Erwartungshaltung enorm. Die DS hatte fast zwei Jahrzehnte lang definiert, wie technische Avantgarde in der Mittel- und Oberklasse aussehen konnte. Der CX sollte dieses Erbe antreten – moderner, rationaler, wirtschaftlicher. weiterlesen Citroën CX 25 GTI (1985) – Hydropneumatische Avantgarde auf der Überholspur
Buchtipp | Porsche 911 Targa – Das Targa steht für Schild
Es dauert seine Zeit die Umstände zu erklären, warum der erste offene Porsche 911 – nein, es handelt sich nicht um ein Cabriolet – den Namen „Targa“ erhielt. weiterlesen Buchtipp | Porsche 911 Targa – Das Targa steht für Schild
Alvis TE 21 Cabriolet (1966) – Britische Ingenieurskultur vor dem Ende einer Ära
Als der Alvis TE 21 im Herbst 1963 vorgestellt wurde, war die britische Automobilwelt im Umbruch. Jaguar inszenierte sich mit dem E-Type als sportliche Ikone, Aston Martin verband Rennsport und Grand Touring, Rolls-Royce pflegte aristokratische Distanz . weiterlesen Alvis TE 21 Cabriolet (1966) – Britische Ingenieurskultur vor dem Ende einer Ära
