1958 | Abarth Fiat 750 Zagato
- Status:
- Vorschau
- Schätzwert:
- € 85.000 - € 95.000
- Endet um:
- 08.03.2026, 18:45:00 UTC
Dieser Abarth Fiat 750 Zagato wurde im April 1958 gefertigt und gehört zu jener faszinierenden Generation italienischer Sportwagen, in der Leichtbau, Aerodynamik und mechanische Raffinesse wichtiger waren als schiere Leistung. Das Fahrzeug besitzt laut vorliegender Dokumentation eine Erstzulassung in den USA und kehrte erst später nach Europa zurück. Der heutige Eigentümer erwarb den Wagen im Jahr 2000 von einem italienischen Vorbesitzer, der ihn zuvor aus den USA importiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Auto in sehr schlechtem Zustand und erforderte eine vollständige Restaurierung, die sich über rund vier Jahre erstreckte und vor der italienischen Zulassung im Jahr 2020 abgeschlossen wurde.
Der Abarth Fiat 750 Zagato ist ein Paradebeispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Carlo Abarth und der Carrozzeria Zagato. Auf Basis der kleinen Fiat-750-Technik entstanden in den späten 1950er-Jahren kompromisslos leichte Sportwagen, die sowohl auf der Straße als auch im Motorsport beeindruckten. Zagato steuerte dabei nicht nur die charakteristische Aluminiumkarosserie bei, sondern auch aerodynamische Lösungen wie das berühmte „Doppio-Bolla“-Dach, das Kopffreiheit und Luftwiderstand gleichermaßen optimierte.
Der 750 Zagato war nie ein Volumenmodell. Er richtete sich an ambitionierte Privatfahrer, Gentleman-Racer und Enthusiasten, die mit vergleichsweise überschaubarem Hubraum in höheren Klassen konkurrenzfähig sein wollten. Die Kombination aus geringem Gewicht, drehfreudigem Motor und präzisem Fahrverhalten machte diese Fahrzeuge zu ernstzunehmenden Wettbewerbern bei Bergrennen, Langstreckenläufen und nationalen Meisterschaften. Entsprechend rar sind heute authentisch aufgebaute Exemplare mit klarer Historie.
Im Zuge der Restaurierung wurde die Karosserie vollständig neu lackiert. Ziel war es, den ursprünglichen Charakter des Abarth Zagato wiederherzustellen und zugleich eine saubere, hochwertige Präsentation zu erzielen. Die schlanke Silhouette, die fließenden Linien und die typischen Zagato-Details kommen heute wieder klar zur Geltung. Eine neue Windschutzscheibe wurde verbaut, ebenso Felgen und Reifen erneuert. Angaben zur Materialausführung der Karosserie (Aluminium/Stahl) oder zu eventuellen strukturellen Instandsetzungsarbeiten liegen nicht im Detail vor; insgesamt wird der äußere Zustand jedoch als Ergebnis einer vollständigen und konsequenten Restaurierung beschrieben.
Auch der Innenraum wurde im Rahmen der Arbeiten überarbeitet. Dabei stand weniger moderner Komfort als vielmehr die Rückbesinnung auf die funktionale, sportliche Atmosphäre der späten 1950er-Jahre im Vordergrund. Zu Materialien, Farbgebung oder Detailausführung liegen keine weitergehenden Einzelangaben vor. Der Gesamteindruck soll jedoch stimmig zum Fahrzeugkonzept und zur Epoche passen.
Die Mechanik des Fahrzeugs wurde vollständig überholt. Besonders hervorzuheben ist die komplette Revision des Motors, der laut Angaben heute wieder so funktionsfähig sein soll wie im Neuzustand. Damit folgt dieses Exemplar der ursprünglichen Abarth-Philosophie: weniger maximale Leistung, dafür ein lebendiges Ansprechverhalten und hohe Drehfreude. Zu Leistungsdaten, Vergaserbestückung oder spezifischen Abarth-Komponenten liegen keine detaillierten Angaben vor. Die durchgeführten Arbeiten zielten jedoch eindeutig auf Zuverlässigkeit und Fahrbarkeit ab.
Der Wagen wurde im April 1958 gefertigt und zunächst in den USA erstzugelassen – ein nicht untypischer Weg für italienische Sportwagen dieser Zeit, die früh den amerikanischen Markt fanden. Nach seiner Rückkehr nach Europa gelangte er in italienischen Besitz, bevor der heutige Eigentümer ihn im Jahr 2000 erwarb. Damals befand sich das Fahrzeug in einem sehr schlechten Zustand. Die Entscheidung fiel bewusst zugunsten einer vollständigen Restaurierung, die sich über etwa vier Jahre erstreckte. Erst deutlich später, im Jahr 2020, wurde der Abarth in Italien zugelassen.
Die Restaurierung umfasste laut Angaben eine vollständige mechanische Überarbeitung, eine Motorrevision, Karosseriearbeiten inklusive Neulackierung sowie Arbeiten an Innenraum, Rädern und Verglasung. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 35.000 bis 40.000 Euro. Ob Rechnungen, Fotodokumentationen oder weitere Unterlagen zur Restaurierung vollständig vorliegen, ist nicht spezifiziert, wird jedoch durch die genannte Kostenaufstellung plausibel untermauert.
Dieser Abarth Fiat 750 Zagato steht exemplarisch für eine Ära, in der kleine Hubräume große Emotionen erzeugten. Die frühe Fertigung, die US-Erstzulassung und die langjährige, engagierte Restaurierung machen dieses Fahrzeug zu einem interessanten Objekt für Sammler klassischer italienischer Sportwagen. Er richtet sich an Enthusiasten, die weniger auf makellose Perfektion als auf Charakter, Authentizität und historische Substanz Wert legen. Ein seltener Vertreter der Abarth-Zagato-Geschichte, der heute wieder das verkörpert, was er einst war: ein puristischer Sportwagen mit Rennsport-DNA.
Der Reiz eines 750 Zagato liegt nicht im Datenblatt, sondern im Gefühl. Man sitzt tief, blickt über eine lange, schmale Haube und spürt, dass jedes Kilo zählt. Dieses Auto erinnert daran, dass Fahrspaß früher oft aus Reduktion entstand – und genau deshalb wirkt ein gut restaurierter Abarth wie dieser heute so unmittelbar und ehrlich.
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